NanoPiM3 - friendlyarm.com

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Nuke
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NanoPiM3 - friendlyarm.com

#1 Ungelesener Beitrag von Nuke » 05.11.2016 21:00

Hallo,

da ich gern mal etwas experimentiere, hatte ich mir zwei NanoPiM3 zugelegt, um zu sehen, was mit den Geräten so machbar ist.

http://www.friendlyarm.com/index.php?ro ... uct_id=130
Die wichtigsten technische Daten:
Samsung Octa-Core Cortex-A53 bis 1,4 GHz
1 GB Ram
LAN, WLAN, Bluetooth 4.0
OS-Images: Android, Debian, Ubuntu
Kostenpunkt: 40$ je Board (Board+Kühler/Lüfter)

Den guten ersten Eindruck, den ich von den Boards nach dem Erhalt des Paketes hatte, wurde bereits bei der Installation des Betriebssystems (Debian) leider sehr schnell relativiert. Der Hersteller gibt auf seiner Website Empfehlungen für SD-Karten, die bei mir nicht funktionierten (SanDisk, Class10, 16 GB). Zwei Karten des empfohlenen Typs hatte ich hier, mit keiner wollte eines der Boards starten. Nachdem ich zwei weitere Modelle ausprobiert hatte, funktionierte der Start schließlich mit einer Verbatim Class10 16 GB.

Nach der Installation zeigte sich das zweite Problem bei beiden Boards. An verschiedenen Stellen des Bootvorgangs kam es zu plötzlichen Reboots. Manchmal direkt nach dem Einschalten, wenn die Aktivitäts-LED 2-3 mal geblinkt hatte, dann wieder bei der Initialisierung von LAN oder WLAN. Nach mehreren selbstständigen Reboots liefen beide Boards irgendwann. Wenn ich soweit war, dann liefen sie soweit erst einmal problemlos bis zum Desktop (LXDE-Umgebung) durch. Updates ließen sich installieren, jedoch weiterhin mit den zuvor geschilderten Problemen , wenn mal ein Reboot notwendig war.

Irgendwann hatte ich es auf beiden Boards dann mal geschafft, lm-sensors drauf zu installieren, um mal nach der CPU-Temperatur zu sehen. 44°C idle, bei 21°C Raumtemperatur. Boinc hatte ich dann auch am Laufen (thx@yoyo für die Hilfe bei yoyo :wink: ). Ich hatte es so eingerichtet, dass Boinc nicht direkt beim Start aktiv ist, um mich bei der Konfiguration Stück für Stück vorzutasten.

Ein Board lief mit 4 Kernen stabil (3 Tage), das andere Board nur mit 2 Kernen. Die Aktivierung weiterer Kerne resultierte entweder in einem sofortigen Reboot oder in einem Reboot nach wenigen Minuten bis Stunden. Jeder dieser Reboots begleitet von den oben genannten Bootproblemen. Auf dem 4-Kern-Board ergab eine Aktivierung von 4 Kernen eine CPU-Temperatur von 54°C, das 2-Kern-Board lieft auf 48°C.

Mit diesem Ergebnis hätte ich leben können, auch wenn es alles andere, als toll ist, vor allem nicht, wenn man es mit den passiv gekühlten Odroid-C2 vergleicht. Die aktive Kühlung hätte hier meiner Meinung nach einen stabilen Betrieb von mehr Kernen, meinetwegen mit etwas reduzierter Geschwindigkeit, ermöglichen müssen.

Mit der Zeit zeigte sich bei beiden Boards jedoch, dass der Betrieb und das Startverhalten, selbst wenn Boinc gar nicht lief und ich hin und wieder auch mal eine komplett neue Installation ausprobiert habe, das Startverhalten immer instabiler wurde. Gelegentlich war der Bildschirm komplett nur in einer Farbe gefüllt, mal rot, mal blau, mal anders. Inzwischen lassen sich beide Boards selbst mit komplett neu aufgesetzten Karten, gar nicht mehr booten! Andere Ursachen, bspw. die Stromversorgung, konnte ich ausschließen.

Fazit:
Unabhängig von Boinc ist die Stabilität der Boards eine Katastrophe. Möglicherweise liegt es an den OS-Images des Herstellers, was aber nicht unbedingt erklären würde, weshalb die Boards sich irgendwann gar nicht mehr starten ließen. Ich hatte auch das vom Hersteller angebotene Android- und Ubuntu-Image ausprobiert, womit sich jedoch keines der Boards, auch wieder mit verschiedenen SD-Kartenmodellen getestet, starten ließ. Es mag sein, dass ich Pech mit den Geräten hatte. Im Forum finden sich keine derartigen Berichte, da jedoch Beiträge von den Forumadmins erst freigeschaltet werden müssen, muss das nichts heißen.

Das einzige Positive ist, dass die Boards nicht teuer waren, weshalb ich das unter "Lehrgeld" verbuche. Damit muss mal leben können, wenn man experimentierfreudig ist.

Gruß,
Stefan

Roland Schneider
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Re: NanoPiM3 - friendlyarm.com

#2 Ungelesener Beitrag von Roland Schneider » 05.11.2016 23:32

Da hatte ich mit meinen Geräten mehr Glück. Ich habe mir dort auch 4 Boards bestellt, allerdings verschiedene.
NanoPi M1
NanoPi 2 Fire
NanoPi M2
NanoPi NEO

Die Images des Herstellers habe ich allerdings nicht ausprobiert. Weiter mache ich nicht viel mehr, als BOINC drauf laufen zu lassen.
Beim NEO hatte ich Pech, da fehlten die Buchsen komplett, da musste ich mir erst eine Netzwerkbuchse besorgen und selbst drauflöten.

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Re: NanoPiM3 - friendlyarm.com

#3 Ungelesener Beitrag von www.rekorn.de » 29.11.2016 07:45

Wie jetzt selbst drauflöten? Ist doch Garantie drauf wenn was fehlt, oder?
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Re: NanoPiM3 - friendlyarm.com

#4 Ungelesener Beitrag von www.rekorn.de » 29.11.2016 07:54

@nuke das mit deinem kauf tut mir leid. Vor allem 40$ für ein octa core bei dem nur 4 Kerne genutzt werden können. Hoffentlich nur ein Software Fehler der irgendwann gefixt werden kann.
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Re: NanoPiM3 - friendlyarm.com

#5 Ungelesener Beitrag von Nuke » 29.11.2016 13:55

Naja, halb so wild. Ich bin inzwischen für mich zu der Kombination gekommen:

-> Odroid-C2 für alles, was unter Linux auf ARM läuft
-> Up-Board für alles, was nur unter Linux auf x86 läuft -> http://up-shop.org/4-up-boards

Ich habe noch 2 Odroid-XU4 mit Android laufen, aber da werden keine weiteren angeschafft.

Gruß,
Stefan

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Re: NanoPiM3 - friendlyarm.com

#6 Ungelesener Beitrag von Roland Schneider » 30.11.2016 23:04

www.rekorn.de hat geschrieben:Wie jetzt selbst drauflöten? Ist doch Garantie drauf wenn was fehlt, oder?
Der kam nur 9$ und aus China (glaub ich?), da hätte sich das zurückschicken nicht gelohnt.

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