Würdet ihr bei einem verteilten Sensornetz teilnehmen? [poll

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-horn-
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Würdet ihr bei einem verteilten Sensornetz teilnehmen? [poll

#1 Ungelesener Beitrag von -horn- » 08.01.2014 14:41

Moien,

Würdet ihr bei einem verteilten Sensornetz teilnehmen? Wir freuen uns sehr über eure Meinung. Die volle Nachricht dazu findet ihr auf http://aerospaceresearch.net/constellat ... d=263#1125

Die Umfrage läuft auf http://opst.co/1a412hc

Kurze Zusammenfassung:
Auf der 30C3 in Hamburg wurde eine Idee für ein Kartierung von Radiofrequenzband vorgestellt. Das soll mit einfachen SDR USB-Donglen möglich sein und ich habe den Autor davon kontaktiert und ihm Constellation als Infrastruktur vorgeschlagen. Daher wollen wir beide nun mal wissen, wie so die Meinung zu so etwas ist.

Grüße, Andreas
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Eric
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Re: Würdet ihr bei einem verteilten Sensornetz teilnehmen? [

#2 Ungelesener Beitrag von Eric » 08.01.2014 15:41

Ich habe keine Lust an Umfragen teilzunehmen bei denen ich mich per Facebook oder ähnliches anmelden muss. Nicht dass ich dort keine Account hätte, aber ich mag keine direkte Verknüpfung von Forenleben zu Facebook oder ähnliches.

Zur Umfrage selbst:
Wenn die Hardware bis 30? kosten würde und es unter Android laufen würde, dann wäre es interessant.
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-horn-
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Re: Würdet ihr bei einem verteilten Sensornetz teilnehmen? [

#3 Ungelesener Beitrag von -horn- » 08.01.2014 16:00

moien,
Eric hat geschrieben:Ich habe keine Lust an Umfragen teilzunehmen bei denen ich mich per Facebook oder ähnliches anmelden muss. Nicht dass ich dort keine Account hätte, aber ich mag keine direkte Verknüpfung von Forenleben zu Facebook oder ähnliches.
weil man das auch garnicht braucht! steht auch die option anonym zur auswahl, der rest ist gimmick.

grüße, Andreas
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Eric
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Re: Würdet ihr bei einem verteilten Sensornetz teilnehmen? [

#4 Ungelesener Beitrag von Eric » 08.01.2014 16:49

Das wurde mir auf dem Smartphone nicht angeboten.
Egal. Wie dem auch sei. Vom PC aus ging es.
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Re: Würdet ihr bei einem verteilten Sensornetz teilnehmen? [

#5 Ungelesener Beitrag von Dunuin » 08.01.2014 18:54

Würde sich sicher gut neben meinem QCN und R@H-Sensor machen. Der 7-fach-USB-Hub hat noch ein paar Plätze frei. Aber bitte dann so gut wie die Sensoren von R@H und nicht sowas wie bei QCN...

Und unbedingt an die ARM-Kompatibilität denken. So ein Raspi oder Odroid ist einfach perfekt für so etwas.
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-horn-
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Re: Würdet ihr bei einem verteilten Sensornetz teilnehmen? [

#6 Ungelesener Beitrag von -horn- » 08.01.2014 20:42

moien,
Dunuin hat geschrieben:Würde sich sicher gut neben meinem QCN und R@H-Sensor machen. Der 7-fach-USB-Hub hat noch ein paar Plätze frei. Aber bitte dann so gut wie die Sensoren von R@H und nicht sowas wie bei QCN...
in welcher hinsicht besser? ich kenne bis jetzt nur die R@H sensoren.
Dunuin hat geschrieben:Und unbedingt an die ARM-Kompatibilität denken. So ein Raspi oder Odroid ist einfach perfekt für so etwas.
meldet euch am besten dann bei ihm, und sagt ihm, dass ihr gerne das für arm und so hättet :). das geht besser direkt.

Andreas
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Re: Würdet ihr bei einem verteilten Sensornetz teilnehmen? [

#7 Ungelesener Beitrag von Dunuin » 08.01.2014 22:21

in welcher hinsicht besser? ich kenne bis jetzt nur die R@H sensoren.
Die R@H-Sensoren sind auch durchdacht konstruiert, soweit ich das jetzt aus den Schaltplänen in Erinnerung habe. Hohe Genauigkeit und zuverlässigkeit bei gleichzeitig minimalem Kostenfaktor für die Bauteile.

Bei den QCN-Sensoren habe ich hier ja schon einiges bemängelt:
A.) teuer, da die halt nicht vom Projekt selbst, sondern von Fremdfirmen stammen und die wollen natürlich auch gut dadran verdienen. Da finde ich den Ansatz von R@H deutlich besser. Die Sensoren wurden zum Selbstkostenpreis hergestellt und außerdem gibt es den Quellcode des Sensors und die PCB-Layouts zum Download, so das da jeder sich selbst seinen Sensor bauen kann. Sensorprojekte brauchen halt eine gute Flächenabdeckung damit die Sinn machen und das geht nur, wenn man die Kosten so klein wie möglich hält, damit sich das auch wirklich jeder leisten kann, sofern man nicht eh Sensoren benutzt, die jeder bereits im Telefon etc integriert hat. Mein Telefon loggt z.B. unterwegs pausenlos Funknetzstärke, Position per Glonas und GPS, WLAN-Netze, Lichtintensität, Luftdruck, Lautstärke, Beschleunigungen, Magnetfelder etc. Echt erstaunlich was die Smartphones heute so alles messen und dass das noch nicht sinnvoll von BOINC angezapft wird. Mein Telefon wäre z.B. eine gute Wetterstation. Es kennt die genaue Atomzeit dank GPS, meine Position (und damit auch meine Höhe) per GPS und den Luftdruck. Wäre also eigentlich überhaupt kein Problem damit die Luftdruckwechsel von Wetterschwankungen zu ermitteln, da man die Fehler durch Höhenänderungen ja herausrechnen kann.
Das Optimum würde für mich so aussehen:
1.) man nutzt Hardware die so dermaßen Mainstream ist, dass das wegen der millionenfachen Fertigung und der großen Konkurrenz extrem billig ist. So wie Bluetooth oder WLAN-Sticks, die man schon für 6? nachgeworfen bekommt. Ihr werdet doch sicher auf dem 30C3 auch genug Leute gefunden haben die wissen wie man ein Gerät hackt und neue Firmware draufflasht. Ich wette mit so einem WLAN-Stick kann man auch tolle Sachen anfangen, wenn man da einfach seine eigene Firmware draufspielt und den dann für etwas anders misbraucht, wozu der eigentlich mal gedacht war.
2.) man entwickelt den Sensor selber und stellt den Open Source. Dann lässt man Platinen fertigen und kauft die Bauteile ein. Nun verkauft man Platine und Bauteile zum Selbstkostenpreis, damit man sich den auch billig selbst zusammenbauen kann, sofern man einen Lötkolben daheim hat (oder einen Bekannten hat, der sowas besitzt). Da hat man ja nicht mal groß Arbeit mit. Eigentlich muss man nur die Bauteile und Platinen umverpacken und zur Post bringen. Und für Leute die nichts selbst machen wollen und lieber mehr Geld ausgeben, für die schickt man einfach einen Schwung Platinen mit Bauteilen zu einer Firma, wellcher die dann per Hand oder Roboter bestückt.
In beiden Fällen hat man als Projektbetreiber an dem Sensor selbst wirklich kaum Arbeit und kann die wirklich günstig verbreiten.
Da hat auch R@H meiner Meinung nach einen Fehler gemacht. Ich finde das wirklich toll, dass das alles Open Source ist und die lange Wartezeit verstehe ich ja, wenn die Betreiber die Sensoren selbst am Abend in ihrer Freizeit unentgeldlich zusammenlöten. Aber so bekommt man einfach keine Stückzahlen hin. Wie will man ein dichtes Sensornetz ausbauen, wenn da zwar Nachfrage besteht, aber nur jedes halbe Jahr mal ein Schwung Sensoren raus geht, da die einfach nicht hinterherkommen. Mir persönlich hätte da auch ein Bausatz mit Anleitung, Platine, vorgeflashtem Mikrocontroller und sonstigen Teilen gereicht. Da hätten die das schon am nächsten Tag rausschicken können und ich hätte nicht Monate warten müssen. Und wenn hier wer im Forum auch so einen hätte haben wollen, dann hätte ich einfach mehr Bausätze bestellt und die dann mal nebenbei Arbends mitgelötet.

B.) Mein QCN-Sensor ist extrem fehleranfällig. Wenn ich den an einen normalen Computer anschließe und die CPU + GPU voll auslaste, dann habe ich ständig nur Resets der Software und das Ding liefert wohl keine brauchbaren Daten, da die Software nicht der Datenübertragung vom Sensor nachkommt und sich so alle 30 Sekunden resetten und dann 15 Sekunden oder so neu kalibrieren muss. Beim Erdbeben hätte ich also eine 50/50 Chance, dass da meine Daten garnicht berücksichtigt werden, weil sich den Sensor dort in der Kalibrierung befunden hat.

So hat das QCN gemacht:
Der QCN-Sensor ist eigentlich nur ein USB-Joystick und wird auch als solcher vom OS erkannt. Anstatt des Knüppels "lenkt" man praktisch durch Neigung des Sensors, wie etwa bei der Wii. Die QCN-App wertet also eigentlich nur die Achsenwerte aus, welche das OS vom "Joystick" geliefert bekommt. Der Sensor liefert reine Rohdaten und das 50 mal die Sekunde. Halt wie ein Joystick. Dabei findet keine Kommunikation zurück zum Sensor statt und es wird auch nicht geprüft, ob es Übertragungsfehler gab oder ob die Daten überhaupt angekommen sind. Bzw läuft das wohl schon irgendwie mit Überprüfung, da das ja ein USB-Standard sein wird, aber es wird nur geprüft ob das OS die Daten empfangen hat, nicht ob die QCN-App bereits die Daten vom OS ausgelesen hat, bevor das OS seine Daten überschreibt, weil der Sensor neue geschickt hat.
Ist der PC nun ausgelastet und schafft es die QCN-App einmal nicht rechtzeitig eines der 50 Joystick-Achsen-Triplets pro Sekunde auszuwerten, bevor das nächste Triplet kommt, so sind die Daten halt verloren. Mit lückenhaften Daten kann man keine Wissenschaft betreiben, also resettet sich die Software in dem Fall und kalibriert sich neu. Ich darf meinen PC also nicht crunchen lassen, wenn ich den Sensor nutzen will, da es sonst ständig zum Datenverlust bei der Übertragung kommt und sich das resettet. Noch schlimmer ist das beim Raspberry Pi. Da kann die CPU sogar im Idle sein und es kommt zu Übertragungsfehlern, da der wohl mit seinen 700MHz einfach zu langsam ist. Einfach nichts zu machen.
Und noch ein nerviger Nebeneffekt. Der QCN-Sensor wird von Spielen als Joystick erkannt. Wenn ich ein Spiel mit Tastatur und Maus spielen will und das Spiel auch Joysticks unterstützt, dann fuscht mir der Sensor in die Steuerung rein. In sehr vielen Spielen kann man nicht in den Optionen wählen, ob man mit Joystick spielen will. Die gehen einfach davon aus "Wenn ein Joystick steckt, dann will man den auch benutzen, sonst hätte man den schon vom Port abgezogen". So ist das z.B. beim Spiel Dead Space, wo ich immer den Sensor aus dem PC ziehen muss, damit ich es spielen kann.

Viel sinnvoller wäre das wie bei R@H:
Da haben die eine Schaltung welche die Geiger-Müller-Röhre betreibt und dessen Ausschläge verstärkt. Diese aufbereiteten Ausschläge werden dann von einem Mikrocontroller (mit 20MHz CPU) gezählt, ausgewertet und zwischengespeichert. Die Arbeit macht also nicht der PC, sondern die findet direkt im Sensor statt. Der Mikrocontroller übernimmt neben der Auswertung der Röhre auch gleich noch das Ansprechen des LCDs, Piepen, Tastenabfrage und die USB-Kommunikation. Dabei kann und wird bidirektional kommuniziert. So kann man z.B. auf der R@H-Seite in seinem Profil Einstellungen vornehmen und die werden dann mit der WU zum PC geschickt und der PC sagt dem Sensor dann, was er machen soll, was man da eingestellt hat. Ein weiterer Vorteil dabei wäre, dass man die Firmware des Sensors über BOINC patchen könnte (ich weiß aber nicht ob die das auch so programmiert haben). Und der große Vorteil ist halt die Fehlerüberprüfung. Der Sensor kann der App am PC die fertig aufbereiteren Messergebnisse zusenden und dann nachfragen, ob die korrekt und ob die überhaupt angekommen sind. Meldet der PC ein Übertragungsproblem oder antwortet nicht, so holt sich der Sensor halt seine Daten aus dem RAM und versucht es noch einmal. Das ist also recht ausfallfrei.

Mit ein paar Euros mehr (so 2-3? schätze ich) hätte man den Sensor auch um einen kleinen eingelöteten Flashspeicher und einer zweiten USB-Buchse rein für die Stromversorgung austatten können. Dann hätte man sich nur noch für 2? ein USB-Netzteil von Amazon etc kaufen müssen und das Ding hätte autark arbeiten können. Dann könnte der Sensor auch wenn der PC aus ist arbeiten, da er sich dann eben den Strom aus dem USB-NEtzteil in der Steckdose holt und die Messwerte im kleinen Flashspeicher ablegt. Sobald dann wieder der PC hochgefahren wird, hätte der Sensor die gespeicherten MEsswerte aus dem Flashspeicher lesen und an den PC senden können. Dann wäre das sogar für normale Leute interessant, wo der PC nicht 24/7 läuft.

C.) Support
Da finde ich einfach das sich R@H besser schlägt. Die User sind zu R@H gekommen und sagten "Macht doch mal eine App für den Raspi. Der kostet keine 40? und weil der nur 2-4 Watt braucht, kann man den sogar 24/7 laufen lassen, ohne das einem die Stromkosten in den Ruin treiben" und zack, schon lief das.
Das gleiche wurde bei QCN gewünscht, es gab eine App, die aber bis heute nicht richtig läuft. Am Ende mussten sich die User im Forum selbst helfen und sich ihr eigenes umprogrammierte BOINC kompilieren, damit das mit den Resets der App nicht mehr ganz so extrem ist. Hat zwar etwas geholfen aber immer noch viel zu viele Resets, um das sinnvoll nutzen zu können.
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Re: Würdet ihr bei einem verteilten Sensornetz teilnehmen? [

#8 Ungelesener Beitrag von -horn- » 14.01.2014 03:23

moien,

gestern nacht haben wir bereits die 100 personengrenze überschritten und es sind just 112 teilnehmer an der umfrage.
schon einmal vielen dank dafür! :)
es kann noch weiter dran teilgenommen werden unter http://opst.co/1a412hc
ihr helft uns damit bei der auswahl von möglicher hadware für unsere sensorprojekte.

grüße, Andreas
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Re: Würdet ihr bei einem verteilten Sensornetz teilnehmen? [

#9 Ungelesener Beitrag von pb84 » 14.01.2014 15:21

Hallo,

Würde da grundlegend schon teilnehmen. Der Sensor müsste mit einem Raspberry betrieben werden können. Optimalerweise kann er mit einem Raspi verbunden werden auf dem schon R@H läuft.
Dürfte für mich max. ? 30 kosten.

PB
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