Ist Sidock@home ein russisches Projekt?

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Michael H.W. Weber
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Re: Ist Sidock@home ein russisches Projekt?

#37 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 28.02.2022 13:29

Frank [RKN] hat geschrieben:
27.02.2022 15:39
Habe ich da wirklich etwas übersehen, dass so einen Krieg rechtfertigt ?
Was Putin da tut ist durch überhaupt nichts zu rechtfertigen, nur damit wir das gleich klar haben und keinerlei Misverständnisse aufkommen. :attention:

Die Art und Weise, wie sich allerdings Putin und sein Land nach der deutschen Wiedervereinigung (zum schlechten) entwickelt haben, ist meiner Ansicht nach zu einem Gutteil vom Westen mit zu verantworten. Insbesondere durch die USA, die natürlich alles tut und immer getan hat, um eine engere Zusammenarbeit zwischen EU & Russland im Keim zu ersticken, um bloss keine Weltmachts"konkurrenz" mit womöglich auch noch demokratischer Unterfütterung zu bekommen.
Ich erinnere mal an Putins Rede im deutschen Bundestag zu Beginn seiner ersten Amtszeit. Dort hat es immense Chancen für eine Neuaufstellung Europas gegeben, die nie genutzt wurden. Sehr bedauerlich. Wäre das damals anders gelaufen, hätten wir heute das Ukraine-Problem DEFINITIV NICHT.

Stattdessen hat man die NATO - entgegen vorheriger Beteuerungen - immer weiter nach Osten verschoben und damit selbstverständlich für Ängste aus Sicht Russlands gesorgt. Da braucht sich nun wirklich niemand rauszureden.
Ich möchte die Amerikaner mal sehen, was los wäre, wenn plötzlich russische Raketen in Venezuela geparkt würden. Was dann passieren würde, haben wir in der Kubakrise bereits erleben dürfen.

Und wo wir schon dabei sind, kehren wir ruhig auch mal vor der eigenen Haustür: Ich halte es für groben Unfug, dass ein Bundeskanzler sich gestern hinstellt, und ad hoc ein 100 MIlliarden Euro Verteidigungssonderbudget von jetzt auf gleich ohne mir bekannte Rückkopplung herbeizaubert und massive, jährliche Militärausgaben nun gar im Grundgesetz verankern möchte. Im Grundgesetz! So etwas hat dort rein GAR NICHTS verloren. Und das vor dem Hintergrund mannigfaltiger anderer Finanzierungsengpässe - ich nenne nur mal das Gesundheits- (Corona lässt grüßen) und Bildungssystem.
Geht aus meiner Sicht gar nicht.
Und hat auch Null Nutzen in der akuten Krise, weswegen ich es als populistische Showeinlage einordnen muss, die irrational ist.

Was wir brauchen ist Völkerverständingung und kein Ausweiten von Säbelrasseln.

Man musste sich aus meiner Sicht als Deutscher in Grund und Boden schämen, wie lange die Bundesregierung gezaudert hat, bis sie sich dann schließlich doch - nach massivem Druck der europäischen Kollegen - dazu durchgerungen hat, an der SWIFT-Blockade teilznehmen (umgesetzt immer noch nur als Teilblockade).

Putin hat mit seinem Angriffskrieg auf die Ukraine meiner Ansicht nach den Punkt erreicht, wo er abtreten muss.
Aber das hinzukriegen sollte eigentlich Aufgabe der Russen sein, denn in meinen Augen sind nicht die Russen per se die Agitatoren, sondern eine Einzelperson mit einem Günstlingskreis und das sollte man auch deutlich so kommunizieren - vor allem Richtung Russland.

Michael.
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Frank [RKN]
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Re: Ist Sidock@home ein russisches Projekt?

#38 Ungelesener Beitrag von Frank [RKN] » 01.03.2022 13:31

Michael H.W. Weber hat geschrieben:
28.02.2022 13:29
Frank [RKN] hat geschrieben:
27.02.2022 15:39
Habe ich da wirklich etwas übersehen, dass so einen Krieg rechtfertigt ?
Was Putin da tut ist durch überhaupt nichts zu rechtfertigen, nur damit wir das gleich klar haben und keinerlei Misverständnisse aufkommen. :attention:
Ich muss mich hier mal selbst zitieren : Meine Frage zielte auf Putin's Hauptkriegsgrund, in der Ukraine laufe ein Genozid gegen russische Einwohner.
Ich hatte bis dahin noch nichtmal gerüchteweise von so einem Genozid gehört, und kenne diese Anschuldigung auch nur von Putin selbst. Ich dachte du wüsstest da mehr...
Die Art und Weise, wie sich allerdings Putin und sein Land nach der deutschen Wiedervereinigung (zum schlechten) entwickelt haben, ist meiner Ansicht nach zu einem Gutteil vom Westen mit zu verantworten. Insbesondere durch die USA, die natürlich alles tut und immer getan hat, um eine engere Zusammenarbeit zwischen EU & Russland im Keim zu ersticken, um bloss keine Weltmachts"konkurrenz" mit womöglich auch noch demokratischer Unterfütterung zu bekommen.
Ich erinnere mal an Putins Rede im deutschen Bundestag zu Beginn seiner ersten Amtszeit. Dort hat es immense Chancen für eine Neuaufstellung Europas gegeben, die nie genutzt wurden. Sehr bedauerlich. Wäre das damals anders gelaufen, hätten wir heute das Ukraine-Problem DEFINITIV NICHT.
Und ich glaube, die einzigsten die wirklich einen Grund haben mititärische Gewalt einzusetzen, sind die Ukrainer.
Du nennst selbst die USA und die Nato als Schuldige am Niedergang Russlands. Und warum muss die Ukraine das nun ausbaden ?
Stattdessen hat man die NATO - entgegen vorheriger Beteuerungen - immer weiter nach Osten verschoben und damit selbstverständlich für Ängste aus Sicht Russlands gesorgt. Da braucht sich nun wirklich niemand rauszureden.
Soweit ich weiß, wude den Russen zugesichert, dass keine Atomwaffen östlich der Oder aufgestellt werden dürfen, und dort auch keine größeren Nato-Verbände dauerhaft stationiert werden dürfen. Das finde ich auch völlig in Ordnung.
Der Beitritt der baltischen Staaten zur Nato erfolge meines Wissens 2008, also vor rund 14 Jahren. Und liefert jetzt auf einmal einen weiteren Kriegsgrund. Oder Vorwand ?
Also da muss man schon sehr tief in die russische Seele abtauchen, um dort einen Zusammenhang herzustellen.
Man musste sich aus meiner Sicht als Deutscher in Grund und Boden schämen, wie lange die Bundesregierung gezaudert hat, bis sie sich dann schließlich doch - nach massivem Druck der europäischen Kollegen - dazu durchgerungen hat, an der SWIFT-Blockade teilznehmen (umgesetzt immer noch nur als Teilblockade).
Richtig. Alles was die Bundesregierung jetzt beschlossen hat, hätte man schon 2014 nach dem Überfall auf die Krim umsetzen sollen. Dann hätten wir das Problem in der Ukraine auch nicht.
Leider war ich bis vor 6 Tagen Pazifist, und habe alle militärischen Ausgaben konsequent abgelehnt.
Wieder was gelernt.
Putin hat mit seinem Angriffskrieg auf die Ukraine meiner Ansicht nach den Punkt erreicht, wo er abtreten muss.
Aber das hinzukriegen sollte eigentlich Aufgabe der Russen sein, denn in meinen Augen sind nicht die Russen per se die Agitatoren, sondern eine Einzelperson mit einem Günstlingskreis und das sollte man auch deutlich so kommunizieren - vor allem Richtung Russland.
Wie sagte ein russischer Minister vor einigen Tagen : "Wir sind alle Geiseln, in der Hand eines Verrückten". Das ist vermutlich auch das letzte was man je von ihm gehört hat. Aber recht hat er.
Ich glaube wir deutschen können ein Lied davon singen, wenn man zu dieser Erkenntnis kommt...
LG,
Frank

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Re: Ist Sidock@home ein russisches Projekt?

#39 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 01.03.2022 18:33

Frank [RKN] hat geschrieben:
27.02.2022 15:39
Ich muss mich hier mal selbst zitieren : Meine Frage zielte auf Putin's Hauptkriegsgrund, in der Ukraine laufe ein Genozid gegen russische Einwohner.
Ich hatte bis dahin noch nichtmal gerüchteweise von so einem Genozid gehört, und kenne diese Anschuldigung auch nur von Putin selbst. Ich dachte du wüsstest da mehr...
Du, der Mann ist meiner Ansicht nach spätestens diesbezügl. inzwischen offenbar komplett entgleist. Anders kann ich mir diesen Unsinn nicht erklären. :bugeye:
Frank [RKN] hat geschrieben:
27.02.2022 15:39
Und ich glaube, die einzigsten die wirklich einen Grund haben mititärische Gewalt einzusetzen, sind die Ukrainer.
Du nennst selbst die USA und die Nato als Schuldige am Niedergang Russlands. Und warum muss die Ukraine das nun ausbaden ?
Nein, ich hatte eine Mitschuld an der Gesamtsituation konstatiert, da man im Grunde kaum Spielraum für eine völlig andere Entwicklung gelassen hat. Die damals aktiven Diplomaten haben in meinen Augen entweder komplett versagt oder gezielt gehandelt. In beiden Fällen war das ungut und fällt nun leider auf uns, vor allem aber die Ukrainer zurück.
Der Niedergang Russlands hat neben den diplomatischen Weichenstellungen, auf die wir durchaus Einfluss hatten, natürlich vor allem landsinterne Entscheidungen zur Ursache. Geht schon los mit der völligen Ignoranz der energiepolitischen Entwicklungen: Da setzt man nach wie vor primär auf den Export fossiler Brennstoffe, obwohl schon in den 80ern klar war, dass das ein abolutes Auslaufmodell ist (das von den Konservativen auch bei uns fein jahrzehntelang ignoriert wurde und nun seine Folgen entfaltet: Geschieht uns recht, denn die Mehrheit hat diesen fatalen Kurs gewählt).
Frank [RKN] hat geschrieben:
27.02.2022 15:39
Soweit ich weiß, wude den Russen zugesichert, dass keine Atomwaffen östlich der Oder aufgestellt werden dürfen, und dort auch keine größeren Nato-Verbände dauerhaft stationiert werden dürfen. Das finde ich auch völlig in Ordnung.
Der Beitritt der baltischen Staaten zur Nato erfolge meines Wissens 2008, also vor rund 14 Jahren. Und liefert jetzt auf einmal einen weiteren Kriegsgrund. Oder Vorwand ?
Also da muss man schon sehr tief in die russische Seele abtauchen, um dort einen Zusammenhang herzustellen.
Ach komm, der Mann arbeitet rund um die Uhr mit Vorwänden, meint er kann alle anderen genauso für dumm verkaufen, wie seine Landsleute. Da wird ihm jetzt wohl mal ein Riegel vorgeschoben. Ich hoffe, das machen seine eigenen Landsleute, wenn die erstmal bemerkt haben, dass sich die Ukraine anscheinend doch nicht so enfach überrollen lässt.

Michael.
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Re: Ist Sidock@home ein russisches Projekt?

#40 Ungelesener Beitrag von Rs232 » 08.03.2022 14:06

Eine meiner Befürchtungen die ich zum Projekt geäußert hatte scheint jetzt einzutreten.
Da das Projekt seine Server ja anscheinend in Russland stehen hat haben dort bald nur noch die Einheimischen zugriff.
Und der Rest der Welt wird ausgesperrt......

Hier natürlich auch noch die Quelle dazu:
Russland bereitet Trennung vom weltweiten Internet vor
https://www.golem.de/news/ukraine-krieg ... 63670.html

Edit 09.03.2022

Artikel wurde angepasst das es anscheinend nur die Staatlichen Seiten und Server betrifft.
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