Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

Projektunabhängige Entdeckungen, Forschungen und Spekulationen
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
Kolossus
GPU-Einsetzer
GPU-Einsetzer
Beiträge: 2371
Registriert: 26.10.2014 14:51
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Re: Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

#13 Ungelesener Beitrag von Kolossus » 08.03.2015 12:41

Michael H.W. Weber hat geschrieben:Eine sehr konkrete Alternative wäre beispielsweise, dass der Entwickler eines Medikaments grudnsätzlich nicht die klinische Studie zu seinem eigenen (potentiellen) Produkt durchführen darf.
Aber glaube mir, ich würde noch viel weiter gehen...

Michael.
Wie sähe denn Deine Vorstellung dazu aus? Würde mich sehr interessieren.
Gruß Harald

Wer die Ärmsten dieser Welt gesehen hat, fühlt sich reich genug zu helfen. (Dr. Albert Schweitzer)

Bild

Dennis Kautz
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 4742
Registriert: 22.02.2003 02:12
Kontaktdaten:

Re: Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

#14 Ungelesener Beitrag von Dennis Kautz » 08.03.2015 13:08

Michael H.W. Weber hat geschrieben:Eine sehr konkrete Alternative wäre beispielsweise, dass der Entwickler eines Medikaments grudnsätzlich nicht die klinische Studie zu seinem eigenen (potentiellen) Produkt durchführen darf.
Wer finanziert das in deinem Modell?

Benutzeravatar
Michael H.W. Weber
Vereinsvorstand
Vereinsvorstand
Beiträge: 20395
Registriert: 07.01.2002 01:00
Wohnort: Marpurk
Kontaktdaten:

Re: Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

#15 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 08.03.2015 18:40

Dennis Kautz hat geschrieben:
Michael H.W. Weber hat geschrieben:Eine sehr konkrete Alternative wäre beispielsweise, dass der Entwickler eines Medikaments grudnsätzlich nicht die klinische Studie zu seinem eigenen (potentiellen) Produkt durchführen darf.
Wer finanziert das in deinem Modell?
Ach so - ich vergaß: Es geht ja primär um die Sicherung eines kontinuierlichen (!!!) Wirtschaftswachstums. Dem muss natürlich ALLES geopfert werden. Ja, dann bin ich natürlich gaaaanz falsch gepolt. 8)

Michael.

P.S.: Wer Ironie findet, darf sie behalten.
Fördern, kooperieren und konstruieren statt fordern, konkurrieren und konsumieren.

http://signature.statseb.fr I: Kaputte Seite A
http://signature.statseb.fr II: Kaputte Seite B

Bild Bild Bild

Benutzeravatar
Michael H.W. Weber
Vereinsvorstand
Vereinsvorstand
Beiträge: 20395
Registriert: 07.01.2002 01:00
Wohnort: Marpurk
Kontaktdaten:

Re: Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

#16 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 08.03.2015 18:55

Kolossus hat geschrieben:
Michael H.W. Weber hat geschrieben:Eine sehr konkrete Alternative wäre beispielsweise, dass der Entwickler eines Medikaments grudnsätzlich nicht die klinische Studie zu seinem eigenen (potentiellen) Produkt durchführen darf.
Aber glaube mir, ich würde noch viel weiter gehen...

Michael.
Wie sähe denn Deine Vorstellung dazu aus? Würde mich sehr interessieren.
Ich bin beispielsweise der Ansicht, das Hochschulen wesentlich besser dazu geeignet sind, Medikamente zu entwickeln (F&E), als Großkonzerne. Schon allein deshalb, weil sie unter keinem Patentierungszwang stehen und unter keiner Gewinnmaximierungsprämisse arbeiten müssen.
Dazu sollten sie in einem krankheitsbezogenen Projektverbund arbeiten - also in einem kooperativen Zusammenhang, bei dem experimentell abzuarbeitenden Fragestellungen parallel und rückgekoppelt angegangen werden können und zwar in einem Ausmass, wie es in einer Firma wohl kaum möglich wäre.

Michael.
Fördern, kooperieren und konstruieren statt fordern, konkurrieren und konsumieren.

http://signature.statseb.fr I: Kaputte Seite A
http://signature.statseb.fr II: Kaputte Seite B

Bild Bild Bild

Eric
Vielrechner
Vielrechner
Beiträge: 1244
Registriert: 07.05.2013 09:24

Re: Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

#17 Ungelesener Beitrag von Eric » 09.03.2015 16:07

Zu dem Thema Europäische Pharmaforschung: Bürger zahlen, Konzerne profitieren.

Einleitung des Artikels:
Die EU subventioniert die Pharmaforschung mit Milliarden. Das Geld erhält die "Innovative Medicines Initiative" - ein Verbund von Konzernen und Hochschulen, der neue Medikamente entwickeln soll. Die Bilanz: desaströs.
Quelle: Spiegel - gleicher Link wie oben.

Dennis Kautz
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 4742
Registriert: 22.02.2003 02:12
Kontaktdaten:

Re: Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

#18 Ungelesener Beitrag von Dennis Kautz » 09.03.2015 19:35

Michael H.W. Weber hat geschrieben:
Dennis Kautz hat geschrieben:
Michael H.W. Weber hat geschrieben:Eine sehr konkrete Alternative wäre beispielsweise, dass der Entwickler eines Medikaments grudnsätzlich nicht die klinische Studie zu seinem eigenen (potentiellen) Produkt durchführen darf.
Wer finanziert das in deinem Modell?
Ach so - ich vergaß: Es geht ja primär um die Sicherung eines kontinuierlichen (!!!) Wirtschaftswachstums. Dem muss natürlich ALLES geopfert werden. Ja, dann bin ich natürlich gaaaanz falsch gepolt. 8)

Michael.

P.S.: Wer Ironie findet, darf sie behalten.
Du legst mir hier Worte in den Mund, die ich weder gesagt, noch gemeint habe. Außerdem stellst Du einen Zusammenhang zwischen Mikro- (die Kostentragung der Studien) und Makroökonomie (Wirtschaftswachstum) her, der so nicht existiert. Für's Wirtschaftswachstum ist es erstmal egal, wer die Kosten trägt, das geht so oder so ins BIP ein.

Bisher werden die Studien überwiegend unter Verantwortung der Medikamentenentwickler durchgeführt, welche auch die Kosten übernehmen. Das sie in diesem Fall die Kosten tragen, ist nur gerecht, denn sie profitieren nach derzeitigem System ja auch an den Patenten. Du schlägst nun vor, die Studien unabhängig durchzuführen (und wenn ich dich richtig verstehe, auch die Patentierbarkeit an sich) und darauf bezieht sich meine Frage, wer diese dann finanzieren soll. Weiterhin die Konzerne oder jemand anderes (z.B. um der Problematik "wer zahlt, schafft an" zu begegnen). Wir reden hier nicht von Peanuts, sondern von mutmaßlich zweistelligen Milliardenbeträgen im Jahr.

Dennis Kautz
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 4742
Registriert: 22.02.2003 02:12
Kontaktdaten:

Re: Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

#19 Ungelesener Beitrag von Dennis Kautz » 09.03.2015 19:36

Eric hat geschrieben:Zu dem Thema Europäische Pharmaforschung: Bürger zahlen, Konzerne profitieren.

Einleitung des Artikels:
Die EU subventioniert die Pharmaforschung mit Milliarden. Das Geld erhält die "Innovative Medicines Initiative" - ein Verbund von Konzernen und Hochschulen, der neue Medikamente entwickeln soll. Die Bilanz: desaströs.
Quelle: Spiegel - gleicher Link wie oben.
Ende des Artikels:
Das Fazit des Rechercheverbands: Die Industrie sollte endlich Transparenz schaffen und die eigenen internen Strukturen offen legen. Den Hochschulen und Forschungsinstituten muss in der IMI wirklich auf Augenhöhe begegnet werden. Undurchsichtige Regelungen gehören abgeschafft. Dann kann die IMI wirkliche Innovationen schaffen.
Das klingt für mich absolut sinnvoll.

mibere

Re: Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

#20 Ungelesener Beitrag von mibere » 20.03.2015 08:29

Seit mehr als 100 Jahren ist Alzheimer bekannt, doch ein Mittel gegen die Krankheit ist bisher nicht in Sicht. Eine britische Initiative soll nun den Durchbruch bringen.

Wenn es eine Krankheit gibt, die sogar Pharmaforscher das Fürchten lehrt, dann ist es Alzheimer. Anders als bei Krebs oder Aids, wo es in den vergangenen Jahren gewaltige Fortschritte gab, sind bei der häufigsten Form aller Demenzerkrankungen auch mehr als 100 Jahre nach ihrer Entdeckung weder die Ursachen restlos geklärt, noch gibt es ein Heilmittel.
Quelle und vollständiger Artikel: N24, http://www.n24.de/n24/Wissen/Gesundheit ... essen.html

Dj Ninja
Task-Killer
Task-Killer
Beiträge: 721
Registriert: 21.04.2008 10:37

Re: Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

#21 Ungelesener Beitrag von Dj Ninja » 20.03.2015 08:47

Naja, über das Thema hat sich letztens auch die Politik aufgeregt ...
Aber wir wissen ja wo das hinführt, wenn sich die Politik über irgendwas aufregt ...
:blah: :blah: :blah: :angel3: :hammer: :clap: :clap: :clap: :clap: :clap: :shake: :evil: :mooney:


Benutzeravatar
Michael H.W. Weber
Vereinsvorstand
Vereinsvorstand
Beiträge: 20395
Registriert: 07.01.2002 01:00
Wohnort: Marpurk
Kontaktdaten:

Re: Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

#23 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 23.03.2015 10:17

Wie reagieren die erfolgreich behandelten Mäuse auf bakterielle Infektionen?

Michael.
Fördern, kooperieren und konstruieren statt fordern, konkurrieren und konsumieren.

http://signature.statseb.fr I: Kaputte Seite A
http://signature.statseb.fr II: Kaputte Seite B

Bild Bild Bild

Dennis Kautz
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 4742
Registriert: 22.02.2003 02:12
Kontaktdaten:

Re: Demenz: Keine Medikamente in Aussicht

#24 Ungelesener Beitrag von Dennis Kautz » 24.03.2015 22:32

Michael H.W. Weber hat geschrieben:Wie reagieren die erfolgreich behandelten Mäuse auf bakterielle Infektionen?

Michael.
Ich fürchte, diese Frage können dir, wenn überhaupt, dann nur die Autoren dieser Studie beantworten.

Antworten

Zurück zu „Wissenschaft“