Leistungsverluste durch VMware

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Bananeweizen
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Leistungsverluste durch VMware

#1 Ungelesener Beitrag von Bananeweizen » 17.06.2002 19:42

Hi allerseits !

Wer von euch nutzt VMware für die Emulation von fremden OSen? Mich täte mal interessieren, wie stark da so der Leistungseinbruch durch die Emulation ist.
Will heißen, hat zum Beispiel schon mal jemand auf dem gleichen Rechner einen Windows-Client unter Windows laufen lassen und den gleichen Windows-Client in der Windows-Emulation unter Linux?

Wieso ich diese an sich einigermaßen bescheuerte :D Frage stelle, ist einfach folgendes: Ich hatte ja schon mal über diskless PCs für Windows nachgedacht und das dann aufgegeben, weil es einfach tierisch kompliziert ist. Andererseits könnte man ein diskless Linux-System mit VMware zu einem Windows-System mit Platte machen, wenn der Rechner genügend Speicher für VMware, eine RAM-Disk und den Client hat.

Ciao, Michael.

Sven
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#2 Ungelesener Beitrag von Sven » 04.07.2002 12:47

Ich habe zumindest bei drei Suse-Distributionen auch VMware ausprobiert. Ist ein richtiger Krampf. Du brauchst zwar keine GraKa-Treiber bei Deinen Anforderungen, aber eine eigene Platte, bzw. Partition für das Gast-OS und pipapo. Ich habe da immer 98se probiert. Selbst das Solitär war äußerst lahm.

Dann doch besser gleich Linux-Diskless :lol:
Habe ich zwar auch nur angedacht bisher, aber das geht bestimmt einfacher.

Tschüs, Sven.

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huraxprax
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#3 Ungelesener Beitrag von huraxprax » 04.07.2002 17:38

HI Michael,
also ich hab VMware ja im Institut auf 11 Clients installiert gehabt. Debian Linux als OS und NT4 als Gast.
Leistungsverluste? Und wie. VMWare ist ein Emulator der einen kompletten x86-PC emuliert, es wird also deutlich langsamer Außerdem braucht das Gast-OS auch wieder RAM und Plattenplatz, ich habe dafür in alle Rechner neuen Speicher reinmachen müssen.
Die Vorteile von VMware: Es ist eine komplette Emulation, es läuft also alles was native auch laufen würde. Inklusive Direktzugriff auf den Parallelport (ByteBlaster), bridged networking etc.
Außerdem haben wir eine "non-persistent" Partition gemacht, das heißt die User können rumspielen was sie wollen und es kommt wieder ein sauberes Image hoch.
Nachteil ist eben der Ressourcenhunger, die langen Bootzeiten von NT, für multiuser-Betrieb habe ich auch etwas drumrumhacken müssen.
Außerdem sind die Lizenzen auch recht teuer, und es kommt ja noch eine Windowslizenz dazu.

Ein anderes Konzept ist Wine, das ist der Versuch die Win32-API nachzuprogrammieren. Unter Wine läuft alles genauso schnell wie unter Windows, oft schneller, es laufen aber bei weitem nicht alle Programme und es ist auch relativ umständlich. Es gibt auch eine kommerzielle Version davon für die Leute die unbedingt MS-Office laufen lassen wollen.

VMware lohnt sich da, wo entweder unbedingt ein paar Windows-Programme unter Linux laufen müssen, für die es keinen Port gibt und die auch nicht in Wine gehen, bei uns eben Altera Max+II. Das beste sind immer echte Linuxprogramme, also OpenOffice statt MS, Mozilla oder die ganzen KDE-Sachen, danach Wine(Crossover) und VMware als letzter Notnagel.

Ciao, Benno

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